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January 16, 2022
Shopify, Shopify Plus, Diverses
Latori GmbH

Online verkaufen: Marktplätze oder eigener Onlineshop? Wie Sie die richtige Entscheidung treffen

Wir können es nur immer wieder wie ein Mantra wiederholen: Wer in unsicheren Zeiten wie diesen weiterhin darauf vertraut, schlicht über den stationären Einzelhandel fortbestehen zu können, wird in eine düstere Zukunft blicken. Die Entscheidung für den Verkauf im Internet und der Eintritt in den E-Commerce wurde durch die Pandemie quasi obligatorisch. Für Händler und Händlerinnen, die bisher noch nicht auf den Online-Vertrieb gesetzt haben, stellt sich dabei erst einmal eine Frage: Wo genau kann ich meine Produkte verkaufen?

Marktplätze wie eBay, Amazon, Etsy und Co. werden als Verkaufskanäle gern gewählt. Das ist nicht immer die richtige Entscheidung. Für viele Onlinehändler macht ein eigener Onlineshop oder gar die Kombination aus beiden Vertriebskanälen mehr Sinn.

Aber wie können Sie als Händler Ihre Wahl treffen?

Ihre Entscheidung sollte von mehreren Faktoren abhängig gemacht werden – denn es gibt bei dieser Frage nicht nur um den reinen Verkauf. Sie sollten sich auch fragen, wie die Wahl zwischen Marktplatz und Onlineshop Ihre Werbung beeinflusst und Ihren Markenaufbau bestimmt. Ihre langfristen Ziele sind also entscheidend. Um sich festlegen zu können, müssen Sie die Vorteile und Nachteile von Marktplätzen oder einem eigenen Onlineshop abschätzen. Mit folgendem Beitrag helfen wir Ihnen dabei, Ihre Möglichkeiten aufzuzeigen und stellen Ihnen Plattformen vor, die sich für den Verkauf Ihrer Produkte eignen.

Online-Marktplatz oder Onlineshop – Was ist was?

Webshop

Ein Webshop, auch Onlineshop oder Online-Store genannt, ist eine Verkaufsstelle, die vollständig dem Geschäftsinhaber – also Ihnen – gehört. Ein Onlineshop ist von der Grundstruktur wie eine normale Webseite, jedoch mit dem Zusatz, dass ein Produktinventar besteht und diese Ware direkt gekauft werden kann. Sie vertreiben Ihre Produkte unmittelbar an die Kundschaft, fast so als würde diese in Ihr Ladengeschäft eintreten. Nur eben digital.

Online-Marktplatz

Bei Online-Marktplätzen handelt es sich um den Service eines Drittanbieters, der es vielen Unternehmen gleichzeitig ermöglicht, Produkte online auf seiner Plattform anzubieten. Die bekanntesten Anbieter sind dabei Amazon, eBay oder Etsy.

Folgend stellen wir einige der im DACH-Raum bedeutendsten Marktplätze vor.

Welche Marktplätze gibt es?

atalanda

Das deutsche Unternehmen atalanda bietet vor allem regionalen Händlern eine Plattform für den Online-Verkauf und ist in mehreren deutschen Städten wie Wuppertal, Bochum, Heilbronn oder Nordfriesland aktiv. Kundschaft kann auf diesem lokalen Marktplatz Produkte aus der Region online kaufen und sich senden lassen oder selbst abholen.

Somit sind Unternehmensprofile ohne Online-Verkauf, mit regionalem Onlineverkauf und mit Online-Verkauf und Versand möglich. Wer auf atalanda verkaufen möchte, zahlt monatlich 29,95€ plus eine Gebühr von 8 % des Nettowarenwerts und ist ein Jahr lang gebunden.

Otto

Otto ist eines der bekanntesten deutschen Unternehmen und hat vom einstigen Katalog-Versandhaus den Absprung ins digitale Zeitalter gemeistert. Seit 2019 bietet Otto mit dem Otto Market einen Online-Marktplatz für Händler und Händlerinnen an. Das Unternehmen ist jedoch sehr wählerisch und es müssen einige Kriterien erfüllt werden, um auf dem Marktplatz verkaufen zu dürfen. So braucht es z.B. eine deutsche Unternehmensrechtsform, ein deutsches Lager, eine deutsche Umsatzsteuer-ID und einen deutschen Kundenservice. Händler, die auf dem Marktplatz verkaufen wollen, müssen mit einer Gebühr zwischen 7 und 15% rechnen, je nach angebotener Kategorie.

Etsy

Besondere Artikel Vintage-Ware oder handgemachte Produkte finden sich auf dem bekannten Online-Marktplatz Etsy, der nach DaWandas Schließung eine Vormachtstellung im DIY-Bereich eingenommen hat. Wer Unikate und handwerklich gefertigte Waren anbietet, kann hier eine geeignete Plattform finden. Allerdings sind auf Etsy auch viele private und kleine Anbieter unterwegs, die aus ihrem Hobby einen Zuverdienst machen. Händler und Händlerinnen müssen keine Grundgebühr pro Monat zahlen, aber 0,20$ Einstellgebühr pro Artikel sowie 3,5% des Produktpreises an die Plattform entrichten.

Kaufland

Wer real.de in dieser Auflistung bisher vermisste, wird nun fündig. Im Frühjahr 2021 integrierte Kaufland den bestehenden real-Marktlatz auf kaufland.de. Seitdem findet sich auf dem Online-Marktplatz zahlreiche Produktkategorien aus dem Non-Food-Bereich wie Spielwaren, Elektronik, Möbel oder Fahrräder. Über 25 Millionen Artikel von 7.000 Händlern sind bereits gelistet und ziehen monatlich Tausende Besucher auf die Seite. Wer hier verkaufen möchte, muss eine monatliche Nettopauschale von 39,95 EUR zahlen. Zusätzlich kommen Verkaufsprovisionen von mindestens 6,5% je nach Kategorie auf die Verkäufer hinzu.

Metro

Auch ein weiterer großer Name hat mit einem Online-Marktplatz den E-Commerce gestürmt. Hierbei werden Händler und Händlerinnen angesprochen, die relevante Produkte für Gastronomie, Restaurants oder Händler anbieten. Vor allem Non-Food-Produkte spielen eine Rolle. Händler auf diesem Marktplatz müssen ab einem monatlichen Netto-Umsatz von 500,002€ einen monatlichen Beitrag von 29,99€ entrichten – zusätzlich zu der Verkaufsprovision, die zwischen 7 und 13 Prozent liegt.

MediaMarkt

Mit Mediamarkt.de ist vor Kurzem ein weiterer Player hinzugekommen. Auf dem Online-Marktplatz können Händler für 39€ monatlich und einer kategorieabhängigen Verkaufsprovision ihre Produkte verkaufen. An den Verkauf sind zudem mehrere Bedingungen gekoppelt, so müssen Anbieter einen Unternehmenssitz sowie ein Bankkonto in der EU haben, deutschsprachigen Kundenservice und sehr gute Erreichbarkeit sowie eine EAN für alle Produkte vorweisen.

eBay

Was 1995 einst als digitaler Flohmarkt und Auktionshaus für private und gebrauchte Artikel startete, ist mittlerweile zu einer gewerblichen Verkaufsplattform geworden. Noch immer ist das Einstellen zur Auktion möglich, für professionelle Verkäufer ist das Einstellen zum Festpreis jedoch interessanter. Zusätzlich können Preisvorschläge aktiviert werden. Die Vielfalt an angebotenen Produkten ist extrem groß - von Möbeln über Schmuck bis hin zu Fahrzeugen und Pflegeprodukten findet sich hier fast alles. Die Kosten, die für gewerbliche Händler entstehen, sind abhängig von der Wahl des eBay-Paketes und der gewählten Produktkategorie. So kann ein gewerblicher eBay-Shop ab 32,95€ im Monat gebucht und zusätzliche Verkaufsprovisionen zwischen 5 und 14 % fällig werden.

Amazon

Amazon ist der Onlineriese, wenn es um digitale Marktplätze geht. Die Plattform, die 1994 mit dem Online-Versand von Büchern begann, ist heute Online-Marktplatz und Produkt-Suchmaschine in einem. Kaufwillige Personen suchen meist zuerst auf Amazon, wenn sie sich für ein bestimmtes Produkt interessieren. Amazon hat eine große Reichweite und kann monatlich bis zu 30 Millionen Unique Visits verzeichnen – allein in Deutschland. Das lässt sich der Gigant gut bezahlen: wollen Sie mehr als 40 Artikel im Monat verkaufen, wird eine monatliche Grundgebühr von 39€ fällig. Hinzukommen Verkaufsgebühren zwischen 7 und 15%. Wenn Sie den FBA-Service in Anspruch nehmen möchten und Ihre Ware durch Amazon versenden lassen, fallen zusätzliche Gebühren an.

Welche Onlineshop-Systeme gibt es?

Was ist die Alternative zu Marktplätzen wie den obengenannten? Ein eigener Onlineshop. Onlineshop-Systeme, die das ermöglichen, gibt es viele und wir haben in unserem Blog bereits einige, z.B. Magento, Shopware oder WooCommerce, vorgestellt.

Wir möchten uns allerdings festlegen. Als E-Commerce-Spezialist sind wir bereits seit 2012 versiert im Umgang mit Shopify und waren eine der ersten Shopify-Plus-Agenturen in Deutschland.

Shopify ist in unseren Augen eines der innovativsten Shopsysteme und Commerce-Plattformen auf dem Markt und ermöglicht Händlern jeder Größe einen erfolgreichen Verkauf und Markenauftritt. Das System, das vom deutschen Tobias Lütke in Kanada gegründet wurde, ist Cloud-basiert und somit ein ausfallsicheres, flexibles System. Händler, die auf Shopify setzen, müssen sich weder ums Hosting noch um Backups oder Versionen-Updates kümmern. Es gibt bereits vorgefertigte Themes, die auch auf Mobilgeräten hervorragend funktionieren, sowie eine große Anzahl an Apps, um den eigenen Shop individuell um Funktionen zu erweitern.

Shopify und vor allem die Enterprise-Version Shopify Plus lassen eine Individualisierung durch Eigenprogrammierungen zu 100 % zu und reagieren schnell auf neue Anforderungen des Marktes.

Lesetipp: Wir beantworten Ihnen häufig gestellte Frage zu Shopify und Shopify Plus.

Onlineshop oder Online-Marktplatz: Welche Vor- und Nachteile gibt es?

Vorteile von Marktplätzen

Vertraut man auf eine Studie von comScore und USPS, besucht fast jeder Online-Käufer zuvor Online-Marktplätze, bevor er einen Kauf tätigt. Das bedeutet, dass Personen bereits mit einer festen Kaufabsicht auf einen Online-Marktplatz kommen und dieser die Funktion einer Suchmaschine übernimmt - nur eben für Waren.

Einfacher Einstieg

Wer online verkaufen will, kann mit der Nutzung eines Marktplatzes schnell einsteigen. Es braucht keinen Aufbau eines kompletten Onlineshops, keine Programmierungen und kein großen Werbebudgets, um überhaupt die ersten Interessenten auf die Seite zu locken. Das Grundgerüst steht durch den Marktplatzanbieter bereits und man muss nur seinen eigenen kleinen Abschnitt füllen. Somit kann dieser Verkaufskanal ein guter Schritt sein, um überhaupt erst einmal online auf sich aufmerksam zu machen.

Vorhandenes Publikum

Auch die Reichweite ist schon gegeben. Marktplätze existieren in der Regel bereits seit vielen Jahren und bieten etliche Produkte verschiedener Händler an. Das hat über die Zeit hinweg dafür gesorgt, dass die Zielgruppe den Namen eines Marktplatzes kennt, der Plattform vertraut und daher wiederholt dort stöbert. Von dieser bereits vorhanden Reichweite und auch von dem guten Namen der Plattform könnten Sie profitieren.

Auswahl an Zahlungsmöglichkeiten

Marktplätze kennen ihre Kunden und bieten deswegen in den meisten Fällen alle für den hiesigen Markt relevanten Zahlungsoptionen wie Paypal, Überweisung, Kreditkarte oder Kauf auf Rechnung an. Verkäufer auf diesen Plattformen können der potenziellen Kundschaft von Beginn an eine Auswahl an Optionen bieten, was zu weniger Kaufabbrüchen führen kann.

Schnellere Sendungen

Amazon hat es vorgemacht und viele weitere Marktplätze ziehen nach und bieten auch Fulfillment-Optionen an. Das ermöglicht Händlern (natürlich gegen Aufpreis), ihre Ware direkt beim Anbieter einzulagern und von dort aus verschicken zu lassen. Für Käufer wird dadurch ein schneller Erhalt der Waren Realität und die Wartezeiten und der damit entstehende Frust kann signifikant reduziert werden.

Sieht man sich die Argumente, die für Marktplätze an, scheint es sehr verlockend, direkt loszulegen. Die Nachteile haben es jedoch auch in sich und dürfen nicht ignoriert werden.

Nachteile von Online-Marktplätzen

Ob individuelles Design oder Sonderangebote – die Liste der Nachteile ist mindestens genauso lang wie die Aufzählung der Vorzüge.

Die Marktplatzgebühr

eBay, Amazon und Co. bieten ihre Plattform nicht aus reiner Nettigkeit an, sondern wollen natürlich daran verdienen. Deshalb sind sowohl monatliche Gebühren als auch zusätzliche Verkaufsprovisionen pro Produkt sehr üblich. Teilweise müssen Sie bis zu 15 % Ihres Umsatzes an den Anbieter abtreten. Diese Kosten schmälern die Gewinne erheblich und können ein ziemliches Loch in die finanzielle Aufstellung eines Unternehmens reißen.

Konkurrenzdruck

Natürlich sind Sie mit einem eigenen Onlineshop nicht gefeit vor Konkurrenz, aber zumindest können potenzielle Käufer nicht auf der gleichen Seite von Konkurrenzprodukten abgelenkt werden. Wie auf einem richtigen Markt schreit jede Marke Ihre USPs heraus und möchte den Stöberer von seinen Produkten überzeugen. Wenn Ihnen das nicht gelingt, wird Ihre Zielgruppe mit einem Klick zum Wettbewerber abwandern.

Preiskämpfe

Kennen Sie das Buy-Box-Prinzip? Amazon hat es groß gemacht und nun wird es von einigen weiteren Plattformen auch übernommen. Bieten mehrere Anbieter das exakt gleiche Produkt an, gewinnt derjenige die Buy-Box, also die Verlinkung im „Jetzt kaufen“-Button, der das Produkt am besten präsentiert. Einer der wichtigsten Faktoren ist hierbei der Preis. Das Produkt, das am günstigsten Angeboten wird, kann am ehesten hervorgehoben werden – schließlich agiert ein Marktplatz im Sinne der Käufer. Für Sie bedeutet das, dass Sie ihre Preise ständig anpassen und Konkurrenten unterbieten müssen. Umsatzeinbußen sind deshalb beinahe vorprogrammiert. Nur wenn Sie ein Produkt haben, dass einzigartig und von Ihnen hergestellt wurde oder im individuellen Bundle angeboten wird, erübrigt sich der Kampf um die Buy Box – der Preisvergleich mit ähnlichen Produkten bleibt dennoch.

Kein Branding und Markenloyalität

Auf Plattformen wie Amazon sind Sie einer von vielen Anbietern und haben wahrscheinlich ein Produkt, dass es in ähnlicher Weise noch einmal zu finden gibt. Suchende werden sich deswegen vor allem am Preis und den Rezensionen orientieren – die Marke spielt oft eine Nebensache. Drastisch gesprochen: Ihre Käufer erfahren möglicherweise niemals von Ihrer Existenz. Die Branding- und Design-Möglichkeiten auf Online-Marktplätzen sind begrenzt, deshalb ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Käufer beim nächsten Mal in Ihre Marke erinnert, reduziert. Sie haben es somit deutlich schwerer eine Community aufzubauen, die Ihrer Marke treu ist und wiederholt bei Ihnen einkauft.

Abbildung 2: Anders als bei Marken mit eigenem Shop wie bei Asphaltgold, ist der Aufbau einer Marke bei Marktlätzen schwer

Begrenzte Werbemöglichkeiten

Newsletter, das Einbetten Ihres Instagram-Feeds, Retargeting-Anzeigen und mehr sind kaum oder gar nicht möglich, wenn Sie nur auf Marktplätzen verkaufen, denn Sie haben schlicht und einfach nicht die Möglichkeit, die dafür nötigen Codes zu setzen. Selbst wenn Sie bei Facebook Werbung für Ihren Marktplatz-Shop schalten, ist die Gefahr immer groß, dass die Konsumenten sich gleichzeitig die verwandten Produkte ansehen. Damit würden Sie direkt Werbung für Ihre Konkurrenz schalten.

Abhängigkeit

Der letzte Punkt auf der Nachteile-Liste - und vielleicht sogar der wichtigste - ist die Abhängigkeit des Händlers vom Marktplatz, vor allem dann, wenn es als alleiniger Vertriebskanal genutzt wird. Verkaufen Sie auf einem Online-Marktplatz, haben Sie keine eigene Domain und Webseite, sondern nur einen Platz bzw. einen Shop innerhalb des Marktplatzes. Bei Verstößen gegen die Marktplatzregeln, negativen Bewertungen oder Versandverzögerungen kann es außerdem sein, dass Ihre Produkte schlechter gelistet werden und Sie als Händler Relevanz verlieren. Sie haben nur wenig Handhabe, wenn es um den Algorithmus oder die Ergebnisse der Suche geht. eBay-Händler kennen das zu gut – sobald der Anbieter Neuerungen am System vornimmt, kommt es vor, dass die Klick- und Umsatzzahlen in den Keller sinken.

Die Vorteile des eigenen Onlineshops

Die Entscheidung zwischen Marktplätzen oder Onlineshop können Sie nur treffen, wenn Sie das Für und Wider beider Kanäle kennen. Deswegen werden wir Ihnen nachfolgend aufzeigen, was Onlineshops im positiven und negativen Sinne auszeichnet.

1. Individualität und Markenaufbau

Was bei Marktplätzen nur im geringen Maße gegeben ist, können Sie beim eigenen Store voll auskosten. Sie besitzen die Freiheit, Fotos, Themes, Schriften, Logos, Icons und Farben genauso festzulegen, wie es zu Ihrer Marke passt. Binden Sie Image-Videos ein, betreiben Sie Storytelling und erstellen Sie eine Über-Uns-Seite, um Ihre Markengeschichte zu erzählen. Sie können hier ein Markenbild aufbauen, dass sich durch alle Kanäle zieht und Ihre Marke unvergleichlich macht. Außerdem haben Sie die Möglichkeiten, wichtige Funktionen wie Konfiguratoren oder Produkt-Tags auf Inspirationsbildern einzubauen.

2. Alles in einer Benutzeroberfläche

Ein eigener Onlineshop mit Shopify wird Ihnen außerdem eine völlig neue Welt öffnen, wenn es um das Überblicken Ihrer Daten geht. Die SaaS-Plattform funktioniert einfach und bündelt alle Informationen wie Versanddetails, Auftragsverwaltung, Marketing-Aktionen, und natürlich auch eine Auswertung Ihrer Webseitendaten. Das macht die Verwaltung zu einem Kinderspiel – selbst mobil vom Smartphone aus, dank einfacher App.

3. Der Aufbau treuer Kunden

E-Mail-Marketing, SMS-Marketing, der Einbau des Instagram Feeds und Live-Chat-Funktionen – all das sind Möglichkeiten, die Sie ab jetzt in Ihrem Shop nutzen können und die Ihnen dabei helfen, eine echte Community aufzubauen. Sie können Follower und Fans für Ihre Marke gewinnen und diese immer wieder ansprechen und auf Aktionen, neue Produkte oder hilfreiche Tipps aufmerksam machen.

4. Weniger Abgaben pro Produkt

Natürlich sind auch Kosten mit dem Führen eines Onlineshops verbunden. Bei Shopify kostet der monatliche Basis-Tarif aktuell 27 Euro. Hinzukommen Transaktionskosten für Bezahlmethoden, die zwischen 1,4% und 2,99% plus maximal 0,35€ pro verkauftem Produkt liegen können. Insgesamt von den laufenden Kosten immer noch deutlich unter den Gebühren, die Marktplätze von ihren Händlern verlangen. Am Ende bleibt für Sie also mehr Gewinn übrig.

5. Technische Unabhängigkeit

Eines vorweg: Auch bei einem eigenen Onlineshop müssen Sie einen gewissen Vertrauensvorschuss für das System mitbringen, denn Hostings, Updates oder Backups liegen bei einem Cloud-basierten System wie Shopify nicht in Ihrer Hand – was Ihnen übrigens Zeit und Geld spart! Gleichzeitig sind Sie allerdings auch gefeit vor Algorithmus-Umstellungen, denn so etwas gibt es natürlich auf Ihrem eigenen Verkaufskanal nicht. Dazu kommt, dass Ihr Shopify-Shop ausfallsicher ist und Ihre Kunden 24/7 darauf zugreifen können, egal wie viele Menschen Ihnen auf einmal einen Besuch abstatten.

6. Ihre Preise und Aktionen

Auch wenn es um die Preisgestaltung geht, haben Sie freie Hand. Sie können zu jeder Tag- und Nachtzeit Angebote und Rabatte geben und Ihre Preise so oft oder selten anpassen, wie es Ihnen richtig erscheint. Der entscheidende Vorteil ist, dass Ihnen Ihr Konkurrent nicht mehr unmittelbar im Nacken sitzt und der Preiskampf deswegen wesentlich entspannter abläuft, als wenn die Kundschaft mit einer Suche alle Produkte verschiedener Anbieter nebeneinander sieht.

7. Multi-Channel-Verkäufe sind möglich

Wenn Sie sich für einen Onlineshop mit Shopify entscheiden, können Sie Ihre Vertriebskanäle sehr schnell und einfach ausweiten und direkt in den Social-Media-Kanälen wie Instagram, Facebook oder Pinterest verkaufen. Auch ein POS steht zur Verfügung – falls Sie sich also irgendwann für einen zusätzlichen stationären Laden entscheiden, kann Shopify das passende Kassensystem liefern.

8. Platz für guten Kundensupport

Kunden können immer auf Sie zukommen, wenn Sie das wollen. Mit einem eigenen Store können Sie die wichtigsten Fragen auf einer FAQ-Seite beantworten, oder direkt einen Live-Chat anbieten, um Kunden dabei zu helfen, sich schneller für Ihre Produkte zu entscheiden.

9. Unbegrenzte Werbemöglichkeiten

Werbung ist im E-Commerce essenziell, um gesehen zu werden. In Ihrem eigenen Webshop können Sie die gesamte Klaviatur der Werbung nutzen und E-Mail-Marketing einsetzen, einen Facebook oder Google Pixel setzen, um Ihre Webseiten-Besucher auf diesen Kanälen noch einmal anzusprechen, Ihre Produkte einfach für Google Shopping aktivieren und Ihre Seite für die Google Suche optimieren. Ganz ohne Angst, direkte Werbung für die Konkurrenz zu machen.

Lesetipp: Wir stellen die besten Newsletter-Anbieter für Shopify vor!

Nachteile eines eigenen Onlineshops

1. Reichweite neu aufbauen

Anders als bei Marktplätzen, die bereits viele Tausende monatliche Besucher haben, fangen Sie mit einem Shop bei null an. Sie müssen dafür sorgen, dass Menschen aktiv auf Ihre Seite zusteuern, indem sie die Werbetrommel rühren. Das kann gerade anfangs schwierig sein, wird Ihnen allerdings gleichzeitig auch treuere Kunden beschaffen, die wiederholt bei ihnen einkaufen.

2. Einrichtungszeit bis zum Launch

Es steckt einiges an Arbeit dahinter, einen Onlineshop von Grund auf einzurichten – auch wenn Shopify diesen Prozess schon sehr verkürzt und vereinfacht hat. Sie müssen etwas Zeit und Aufwand einberechnen, um alle Bilder und Produktschreibungen einzupflegen, Rechtstexte wie Impressum, AGB und Datenschutzerklärung zu erstellen, das richtige Corporate Design, Themes und Apps auszuwählen.

Sie möchten sich lieber auf Ihr Kerngeschäft fokussieren und andere diese Arbeit erledigen lassen? Wir stehen Ihnen dabei zur Seite und sorgen für das Setup Ihres Shop. Kontaktieren Sie uns!

3. Kein Vertrauen

Als Händler auf einem bekannten Marktplatz bekommen Sie automatisch etwas von dem guten Image und dem Vertrauen der Käufer ab. Mit einem neu angelegten Onlineshop ist das nicht der Fall. Hier müssen Sie das Vertrauen von Grund auf ausbauen, um Interessenten zu überzeugen. Bewertungssysteme, ein guter Kunden-Support, Transparentes Auftreten und ein Blick hinter die Kulissen, z.B. über Social Media oder Videos des Unternehmens können dabei helfen.

Online-Marktplätze vs. Eigener Webshop: Fazit

Die Beobachtung der Risiken des Marktplatz-Verkaufs zeigen deutlich, dass es für Sie langfristig schwierig sein wird, damit eine erfolgreiche Marke aufzubauen, da sie – noch mehr als eh schon im E-Commerce – in direkter Konkurrenz stehen und zusätzlich stark abhängig vom Wohlwollen der Plattform sind. Als zusätzlicher Vertriebskanal können Online-Marktplätze jedoch durchaus Sinn machen.

Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass die stärksten Onlinehändler durch einen eigenen Web-Auftritt brillieren. Hier haben Sie freie Hand und könne in einem eigenen Onlineshop Ihre Produkte auf genau die Art und Weise präsentieren, wie sie wünschen.

Alles hängt also von Ihren Zielen ab. Wollen Sie eine Marke etablieren, eine Community aus Kunden und Fans aufbauen und mit Ihrem Unternehmen wachsen? Oder legen Sie mehr Wert auf einen schnellen Eintritt in den Onlineverkauf? Sie entscheiden!

Weitere Beiträge zum Thema Online-Verkauf, den Aufbau eines guten Onlineshops und viele Erfolgsgeschichten unserer Händler finden Sie im Latori Blog!

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